Herzlich willkommen beim IHM Karlsruhe
Video-Highlights vom IHM 2012
Auf den Websiten von Baden TV sowie unter leichtathletik.tv finden Sie Videos mit den Highlights und Interviews vom IHM 2012.
Impressionen vom IHM 2012
Vier Weltjahresbestleitungen und zwei Meetingrekorde
Begeisternde Leichtathletik vor ausverkauftem Haus
Die Bahn in der Europahalle hält was sie verspricht. Verena Sailer und Carolin Nytra mit starken Vorlaufzeiten. Vier Weltjahresbestleitungen über die Mittelstrecken sowie zwei Meetingrekorde – ebenfalls über die Mittelstrecken – sorgen für beste Stimmung in der mit 4.500 Zuschauern restlos ausverkauften Europahalle. Dazu kratzte Silke Spiegelburg beim Stabhochsprung erneut an der deutschen Rekordmarke, und Ariane Friedrich meldet sich mit übersprungenen 1,90 Metern nach ihrem Achillessehenriss wieder zurück in der Weltklasse.
Die 3.000 Meter der Männer waren ein absolutes Highlight beim diesjährigen Meeting – mit zwei Siegern in einer Fabelzeit von 7:29,94 Minuten. Augustine Kiprono Choge und Edwin Soi gewinnen gemeinsam die Kultstrecke des IHM. Mit der doppelten Weltjahresbestleistung haben beide am Ende eines packendes Runs genau die gleiche Zeit stehen. Nicht einmal das Zielfoto kann für Aufklärung sorgen. "Ich bin sehr froh, dass ich hier gewinnen konnte, und auch über die Zeit freue ich mich. Denn meine Konkurrenz, vor allem mein Landsmann Edwin Soi, war sehr stark", so Choge nach dem Lauf. Ebenfalls Weltjahresbestleistung lief über die 1.500 Meter der Frauen die Äthiopierin Genzebe Dibaba. Mit 4:00,13 Minuten unterbot sie gleichzeitig den Meetingrekord von Kutre Dulecha aus dem Jahr 2004. Den zweiten Meetingrekord des Tages lief die Marokkanerin Mariem Alaoui Selsouli mit 8:36,87 Minuten über 3.000 Meter.
Mit polnischem Rekord konnte Olympiasieger Tomasz Majewski das Kugelstoßen, das erstmals im Rahmen des IHM stattfand, für sich entscheiden. Mit 21,27 Metern bezwang er den deutschen Weltmeister David Storl, der die Kugel auf 21,03 Meter stieß. Dritter wurde Hallenweltmeister David Cantwell aus den USA.
Im Stabhochsprung kratzte Silke Spiegelburg erneut am deutschen Rekord. Dreimal riss sie knapp die aufgelegten 4,78 Meter. "Ein wenig hatte ich schon mit dem Rekord geliebäugelt, denn ich springe sehr gerne hier in Karlsruhe. Aber dann klappt es vielleicht in zwei Wochen bei der Hallen-DM – ebenfalls in der Karlsruher Europahalle". Mit übersprungenen 4,68 Metern gewann sie den Wettbewerb vor Kristina Gadschiew. Martina Strutz musste den Wettkampf aufgrund einer allergischen Reaktion aufgeben.
Sichtlich Spaß gemacht hat das IHM auch Verena Sailer: "Der Vorlauf mit 7,23 Sekunden ist richtig gut gelungen, damit war ich sehr zufrieden. Das Finale war dann nicht so toll. Aber es hat Spaß gemacht, wieder vor so einem Publikum in einem starken internationalen Feld zu laufen." Sehr zufrieden war auch Ariane Friedrich, die hinter Irina Gordeyeva mit übersprungenen 1,90 Metern Zweite im Hochsprung wurde: "Ich kann's noch! Mir ist ein riesiger Stein vom Herzen gefallen. Heute hier zu springen war wundervoll. Endlich bin ich nicht mehr nur das Kätzchen, sondern wieder der Tiger."
Martina Strutz will beim IHM hoch hinaus
"Der Rekord wird angegangen", so die klare Ansage von Martina Strutz bei der letzten Pressekonferenz im Vorfeld zum Internationalen Hallenleichtathletik Meeting am Sonntag, 12. Februar, in der Europahalle Karlsruhe. "Ich freue mich sehr auf das Event – in der Europahalle ist die Stimmung einzigartig. Das Publikum darf sich auf hohe Höhen freuen", so die Silbermedaillengewinnerin bei der WM 2011 in Daegu. Karlsruhe ist überhaupt ein gutes Pflaster. Erst im Juli 2011 sprang Strutz in der Karlsruher Hoepfnerburg mit 4,78 Meter Deutschen Rekord, den sie in Deagu dann auf 4,80 Meter verbesserte. Den Freiluftrekord wohlgemerkt. Denn in der Halle ist Silke Spiegelburg, die Siegerin vom IHM 2011 – übrigens mit Deutschem Rekord – das Maß der Dinge. Auch sie präsentierte sich in jüngster Vergangenheit in Topform – sprang in Leverkusen erneut Deutschen Hallenrekord – und so kommt es in luftiger Höhe zu einem spannenden Duell.
Weitere Highlights des Internationalen Hallenleichtathletik Meetings spielen sich auf der Rundbahn ab. So ist sich Meetingdirektor Alain Blondel sicher, dass der Rekord bei den 3.000 Meter der Frauen mehr als wackeln dürfte – auch wenn leider Meseret Defar kurzfristig absagen musste. "8:35 Minuten", so Blondel, "sind sicher drin". Ebenfalls auf Rekordjagd gehen die Männer über die 3.000 Meter. "7:30 Minuten haben die Jungs auf jeden Fall drauf", meinte Blondel zum Starterfeld mit Augustine Kiprono Choge, Yenew Alamirew, Eilud Kipchoge und Edwin Cheruiyot Soi. Da fehlt dann nicht mehr viel zu der Fabelzeit von Haile Gebreselassie aus dem Jahr 1998, die damals Weltrekord bedeuteten.
Premiere feiert beim Internationalen Hallenleichtathletik Meeting das Kugelstoßen der Männer. Für David Storl, Ralf Bartels, Christian Cantwell und Tomasz Majewski wird extra während des Meetings mitten in der Europahalle eine Anlage aufgebaut – und wieder abgebaut. "Es ist absolut beeindruckend zu sehen, wie die Jungs eine Kugel von über 7 Kilogramm über 20 Meter weit feuern" so Alain Blondel. Ebenfalls am Start in der Europahalle sind Topathleten wie Ariane Friedrich, Lolo Jones, Carolin Nytra, ….. Ein genauer Überblick ist unter "Startinfo" zu finden.
"Jeder sollte am Sonntag den Weg in die Karlsruher Europahalle finden", empfahl Martin Wacker, KMK-Pressesprecher. Das Internationale Hallenleichtathletik Meeting sollte sich niemand entgehen lassen. Tickets wird es in allen Kategorien an der Tageskasse noch geben. Diese öffnet am Sonntag um 13.30 Uhr.
Olympiasieger und Weltmeister beim IHM hautnah erleben
Das Starterfeld beim Internationalen Hallenleichtathletik Meeting Karlsruhe ist absolut hochkarätig besetzt. Olympiasieger, Weltmeister und Weltrekordler werden am 12. Februar in der Europahalle zu Gast sein. Einige Meetingrekorde kommen da sicher ins Wackeln. Vielleicht reicht es auch zum Weltrekord. Ganz oben auf der Liste der Rekord-Wackelkandidaten sind seit Sonntag die 3.000 Meter der Frauen. Denn deren Besetzungsliste über die 3.000-Meter liest sich nicht weniger hochkarätig als die der Männer, was ebenfalls 15 Stadionrunden auf allerhöchstem Niveau verspricht. Dafür wird in erster Linie Meseret Defar sorgen. Die amtierende Hallen-Weltmeisterin über 3.000 Meter, die diesen Titel viermal in Folge gewinnen konnte ist die unbestrittene Königin über die 3.000 Meter unterm Hallendach, wo sie auch den Weltrekord in 8:23,72 Minuten hält. Im Freien hat sie über 5.000 Meter auch schon alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Sie war Olympiasiegerin (2004 in Athen) und Weltmeistern (2007 in Osaka), Man muss kein Prophet sein, um dem Meetingrekord, den die Kenianerin Sylvia Chebiwott Kibet vor zwei Jahren mit 8:41,24 Sekunden aufgestellt hat, keine allzu großen "Überlebenschancen" zu geben, zumal Kibet in der Europahalle zeigen will, dass sie auch in der Halle Defar schlagen kann. Doch da ist noch eine, die es mit den beiden aufnehmen kann. Defars Landsfrau Meselech Melkamu ist mit 29:53,80 Minuten eine von nur vier Läuferinnen, die bisher über die 10.000 Meter unter der magischen 30-Minutengrenze blieben.
Auch bei den 3.000 Meter der Männer wird es heiß hergehen, machen sich doch mit Augustine Kiprono Choge, Yenew Alamirew, Eliud Kipchoge und Edwin Cheruiyot gleich vier der aktuell schnellsten Männer bei der Kultstrecke des IHM auf den Weg, um die Zeit von Ausnahmeläufer Haile Gebrselassies zu knacken. Dessen 7:26.15 Minuten waren 1998 Weltrekord und sind immer noch Meetingrekord und die zweitschnellste Zeit, die jemals unterm Hallendach gelaufen wurde. Noch!
Mit vier aktuellen Titelträgern wird das Kugelstoßen der Männer beim Internationalen Hallenleichtathletik Meeting am 12. Februar in der Karlsruher Europahalle mit Sicherheit ein herausragender Wettbewerb. Neben Freiluftweltmeister David Storl und Hallenweltmeister Christian Cantwell treten auch Hallen-Europameister Ralf Bartels sowie Olympiasieger Tomasz Majewski beim IHM an.
Bei den kurzen Strecken ist das IHM prominent besetzt. So treten über die 60 Meter Hürden der Frauen Carolin Nytra, Lolo Jones und Jennifer Oeser an. Verena Sailer startet bei den 60 Metern. Dazu werden noch unter anderem Hochspringerin Ariane Friedrich und die beiden Rekordstabhochspringerinnen Martina Strutz und Silke Spiegelburg an den Start gehen.
Vierkampf der starken Männer
Die Leichtathletikfans dürfen sich beim Internationalen Hallenleichtathletik Meeting am 12. Februar in der Karlsruher Europahalle auf einen höchst spannenden Vierkampf im Kugelstoßen freuen. Eine solche Konzentration von amtierenden Titelträgern in einer Disziplin gab es bislang selten bei dem Meeting: Der aktuelle Freiluft-Weltmeister David Storl fordert den amtierenden Olympiasieger von Peking 2008 Tomasz Majewski und den amtierenden Hallenweltmeister Christian Cantwell. Den Vierkampf komplett macht der amtierende Halleneuropameister Ralf Bartels. Der 33-Jährige, der ins seinem Trophäenschrank acht Medaillen von Welt- und Europameisterschaften, sowohl in der Halle als auch im Freien, hängen hat, beherrschte in den letzten zehn Jahren das deutsche Kugelstoßen der Männer. Erst im vergangenen Jahr deutete sich die Wachablösung an, als der Stern von David Storl aufging. Allerdings konnte Bartels den Youngster bei den Hallen-Europameisterschaften in Paris noch in die Schranken weisen, als sich der 33-Jährige nach dem Freiluft-Titel von 2006 in Göteborg auch die Krone eines Hallen-Europameisters aufsetzte, während Storl Silber gewann. Der trumpfte aber dann bei der Freiluft-WM in Südkorea mit dem Gewinn des WM-Titels auf.
Der Wettkampf wird übrigens zuschauerfreundlich in einem extra in der Hallenmitte installierten Kugelstoßring ausgetragen.
Angriff auf Haile Gebrselassies Meetingrekord
Die 3.000 Meter beim Internationalen Hallenleichtathletik Meeting in der Europahalle Karlsruhe sind eine Kultstrecke. Manche sprechen gar von der "Königsdisziplin" des IHM. Auf jeden Fall ist diese Disziplin in der Europahalle untrennbar mit dem Namen eines der größten Leichtathleten überhaupt verbunden. Es war Haile Gebrselassie der über diese Strecke beim IHM Leichtathletikgeschichte geschrieben hat, denn er war es, dessen grandiose Weltrekordläufe die Leichtathletikfans von den Sitzen riss und die Europahalle mehr als einmal in ein Tollhaus verwandelte. Immer noch unerreicht ist sein Meetingrekord aus dem Jahre 1998. Die 7:26,14 Minuten bedeuteten seinerzeit Weltrekord, der bis heute nur von Daniel Komen unterboten werden konnte.
Jetzt schicken sich Gebrselassies Nachfolger aber beim IHM am 12. Februar an, diesen Meetingrekord anzugreifen. Und wenn man die Startliste anschaut, könnte dieser Rekord, der für die Ewigkeit gemacht scheint, tatsächlich wackeln. Da ist einmal Augustine Kiprono Choge. Der 25-jährige Kenianer hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert und lief im vergangenen Jahr in Stuttgart in 7:28,00 Minuten eine Zeit, die nicht mehr allzu weit von Haile Gebrselassies Meetingrekord entfernt ist. Noch schneller bei diesem Rennen war Yenew Alamirew. Der damals 20-Jährige aus dem unerschöpflichen äthiopischen Läuferreservoir sorgte für Aufsehen, als er in seinem ersten Hallenrennen überhaupt die 3.000 Meter in 7:27,80 Minuten lief. Dritter im Bunde ist Eliud Kipchoge, einer der ganz Großen. Bronze (Athen 2004) und Silber (Peking 2008) bei Olympischen Spielen, Gold (Paris 2003) und Silber (Osaka 2007) bei Freiluft-Weltmeisterschaften über 5.000 Meter sowie eine Bronzemedaille über 3.000 Meter bei der Hallen-WM 2006 in Moskau stehen in der beeindruckenden Medaillenbilanz des 27-Jährigen. Doch nicht genug damit. Auch Edwin Cheruiyot Soi ist bei der Jagd auf den Meetingrekord dabei. Der 25-jährige Kenianer ist ebenfalls schon mit olympischem Edelmetall dekoriert. Soi wurde in Peking über 5.000 Meter hinter seinem Landsmann Kipchoge Dritter und gewann die Bronzemedaille.
Die "schnellste weiße Frau" meldet sich zurück
Nach dem Comeback von Ariane Friedrich (Hochsprung) und Carolin Nytra (Hürden) kehrt mit Verena Sailer auch die dritte deutsche Top-Athletin wieder in den Wettkampf zurück und will beim Internationalen Hallenleichtathletik Meeting Karlsruhe am 12. Februar zeigen, dass sie nach siebenmonatiger Verletzungspause für neue Herausforderungen bereit ist. Nachdem Sailer bei den baden-württembergischen Meisterschaften am 15. Januar ebenfalls in der Karlsruher Europahalle ihren ersten Saisonstart absolvierte und sich den Titel über 60 Meter in 7,33 Sekunden holte, will sie beim IHM jetzt den nächsten Schritt machen und sich dort nach Möglichkeit für die Hallen-WM in Istanbul qualifizieren. Dazu müsste sie eine Zeit von 7,24 Sekunden vorlegen, was sie drauf haben sollte.
"Sie braucht noch zwei, drei Wettkämpfe, um wieder ins Rollen zu kommen", meinte Sprint-Bundestrainer Valerie Bauer nach ihrem Saisoneinstand. Jetzt ist Verena Sailer wieder zurück und will im Olympiajahr unbedingt wieder an ihre Bestleistungen heran laufen. Über 100 Meter sind dies 11,10 Sekunden und in der Halle über 60 Meter hat Sailer eine Bestzeit von 7,17 Sekunden zu Buche stehen, die sie beim Gewinn der Bronzemedaille bei der Hallen-EM 2009 in Turin erzielte.
Hürden der Frauen beim IHM verspricht Höchstspannung
Jennifer Oeser, Bronzemedaillengewinnerin im Siebenkampf bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften im vergangenen Jahr in Daegu, bekommt beim Internationalen Hallenleichtathletik Meeting Karlsruhe am 12. Februar in der Europahalle gleich starke "Lokomotiven" zur Seite, die sie über die 60 Meter Hürden zur neuen persönlichen Bestleistung ziehen sollen. Mit Carolin Nytra ist da Deutschlands Hürdensprinterin Nummer Eins vertreten. Bei den Hallen-Europameisterschaften in Paris im vergangenen Jahr holte sie in persönlicher Bestzeit von 7,80 Sekunden den Titel und bei der Freiluft-EM in Barcelona lief sie 2010 über die 100 Meter Hürden, bei denen sie eine Bestleistung von 12,57 Sekunden aufweist, auf den Bronzeplatz.
Komplettiert wird das "Gespann" von Lolo Jones. Für zweimalige Hallen-Weltmeisterin (2008 in Valencia und 2010 in Doha) und zweifache IHM-Siegerin (2009 und 2010) ist Karlsruhe ein gutes Pflaster. Hier lief sie im Jahre 2008 beim schnellsten 60 Meter-Hürden-Rennen aller Zeiten zum ersten Mal unter 7,80 Sekunden. Bei 7,77 Sekunden blieben die Uhren für Jones seinerzeit stehen. Schneller war damals nur Susanne Kallur beim nach wie vor unerreichten Hallen-Weltrekord von 7,68 Sekunden, was schon damals unterstrich, dass die 60 Meter Hürden der Frauen beim Internationalen Hallenleichtathletik Meeting in der Europahalle Karlsruhe schon immer ein ganz spezieller Wettbewerb sind.
Jennifer Oeser und Christian Cantwell sind mit dabei
Das Feld beim Internationalen Hallenleichtathletik Meeting Karlsruhe wird noch prominenter. Jetzt haben mit der WM-Dritten im Siebenkampf, Jennifer Oeser und dem amtierenden Hallen-Weltmeister im Kugelstoßen, Christian Cantwell, zwei weitere Topstars für das Meeting der Weltklasse am 12. Februar in der Karlsruher Europahalle zugesagt.
Bei der WM in Daegu im Sommer 2011 rettete Jennifer Oeser nach einem rabenschwarzen ersten und überragendem zweiten Tag mit minimale Vorsprung die Bronzemedaille ins Ziel. Nach Silber bei der WM in Berlin (2009) und Bronze bei der EM in Barcelona (2010) war es die dritte Medaille für die in Brunsbüttel geborene Athletin, die für Bayer Leverkusen startet. Eine von Oesers Schokoladen-Disziplinen sind die Hürden, auf denen sie im Freien über 100 Meter ein Bestzeit von 13.14 Sekunden aufweist.
In der Halle steht ihre Bestmarke über die 60 Meter Hürden bei 8,57 Sekunden, die sie im vergangen Jahr bei Wettkämpfen in Stuttgart und Leverkusen gelaufen ist. Dies zu ändern ist sicher ein Grund mehr für Oeser, am 12. Februar beim Karlsruher IHM auf der bekannt schnellen Bahn in der Europahalle anzutreten. Dass die Konkurrenz in Karlsruhe stark ist, ist Tradition - aber genau dies will Oeser als Ansporn nehmen, um ihre Bestleistung zu steigern.
Im Kugelstoßen dürfen sich die Zuschauer beim IHM nicht nur auf den amtierenden Weltmeister David Storl freuen, sondern auch auf dessen Vorgänger Christian Cantwell, der 2009 in Berlin den Titel gewann und auch sonst reichlich mit Medaillen dekoriert ist. Der 1,98 Meter große Modellathlet aus den USA, mittlerweile 31 Jahre alt und damit genau zehn Jahre älter als sein deutscher Nachfolger auf dem WM-Thron, ist amtierender Hallen-Champion. Im Jahre 2010 holte sich Cantwell in Doha den Hallentitel. Es war sein dritter, denn auch bei den Hallenweltmeisterschaften in Valencia (2008) und in Budapest (2004) stand der US-Boy auf dem Treppchen ganz oben. Dazu kommt eine Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Peking (2008). Cantwell hat eine Bestleistung im Freien von 22,54 Meter, die allerdings schon einige Jahre zurückliegt (2004). Aber auch in der Halle hat Cantwell die magische 22-Meter-Marke schon übertroffen. Im Warrenburg flog seine Kugel im Jahre 2008 auf beachtliche 22,08 Meter. Mit Storl und Cantwell verspricht die neue Disziplin beim IHM ein echtes Schmankerl zu werden.
Ariane Friedrich kehrt in ihr Wohnzimmer zurück
Als sich Ariane Friedrich 2009 in der Europahalle beim Hallenmeeting jenen unvergessenen Zweikampf mit Blanka Vlasic lieferte und diesen bei gleicher Höhe von 2,05 Meter für sich entschied, sprang sie nicht nur neuen Meetingrekord und löschte damit Heike Henkels 2,04 Meter aus dem Jahr 1992 aus der Meeting-Rekordliste, sie sprang sich auch in die Herzen der Karlsruher Leichtathletikfans. Diese haben die 27-Jährige seit diesem Wettkampf sozusagen "adoptiert" und Friedrich hat diese Liebe erwidert. So stieg sie beispielsweise beim Meeting 2010 trotz erheblicher Rückenprobleme und entgegen dem Rat ihres Trainers nicht aus dem Wettkampf aus, sondern gewann diesen mit einem vielumjubelten Zweimeter-Sprung. Im vergangenen Jahr konnte Friedrich in Karlsruhe nicht dabei sein, weil sie sich im Dezember 2010 im Training die Achillessehne riss und sie zu einer rund einjährigen Pause zwang. "Vor allem in den ersten Monaten hat das viel Kraft gekostet, wenn man sieht, wie der Körper abbaut", so die Frankfurterin über ihre lange Auszeit.
Jetzt hat die Polizeikommissarin die Verletzung auskuriert und will wieder in den Wettkampf einsteigen, worauf sie sich "tierisch freut". "Ich bin gespannt, was in der Halle passiert. Der Anlauf ist wieder da, ich sehe jeden Tag als Chance an, besser zu werden". Der Wettkampf wird dann zeigen, "wo ich stehe. Was muss ich verbessern? Habe ich wieder das Gefühl für ganz hohe Sprünge?" Dass diese gleich wieder in dem Zweimeterbereich gehen können, wäre allerdings "vermessen", wie ihr Trainer und Manager Günter Eisinger sagt, der als erstes Ziel vorgibt, "wieder in den 90er Bereich zu springen. Das wäre schön", so Eisinger. Nun kehrt die Frau mit dem Tiger-Tattoo zum Internationalen Hallenleichtathletik Meeting Karlsruhe in ihr "Hochsprung-Wohnzimmer", die Karlsruher Europahalle zurück, mit der sie die allerbesten Erinnerungen verbindet. Und sicher wird der Liebesgeschichte zwischen dem Karlsruher Publikum und Ariane Friedrich ein weiteres aufregendes Kapitel hinzugefügt.
Zwei deutsche Rekordhalterinnen zum Duell in der Europahalle
Der Stabhochsprung der Frauen verspricht beim IHM Karlsruhe am 12. Februar wieder zu einem echten Highlight zu werden, denn sowohl die deutsche Hallenrekordlerin Silke Spiegelburg als auch die Nummer Eins im Freien, Martina Strutz, sind in der Europahalle am Start. Im Freien ist seit diesem Jahr Martina Strutz die "Königin der Lüfte". Das 1,60 Meter große Powerpaket, dessen Karriere nach einigen Tiefs in den vergangenen Jahren fast schon beendet schien, hat sich sozusagen "neu aufgestellt". Die ehemalige Kunstturnerin wechselte den Trainer, stellte die Ernährung um, nahm einige Kilo ab und präsentierte sich in der neuen Saison als fast neue Athletin. Erheblich schneller im Anlauf, dynamisch und mit härteren Stäben legte die 29-Jährige eine Saison hin, die am Ende mit WM-Silber in Daegu gekrönt wurde. Dort verbesserte "Strutzi" ihren deutschen Rekord, den sie erst wenige Wochen zuvor beim Freiluft-Meeting in der Karlsruher Hoepfner Burg mit 4,78 Meter aufgestellt hatte, auf 4,80 Meter und musste sich dabei nur der Brasilianerin Fabiana Murer geschlagen geben.
In der Halle ist es Silke Spiegelburg, die den deutschen Rekord hält. Den hat sie – wo auch sonst – beim Internationalen Hallenleichtathletik Meeting 2011 in der Europahalle mit 4,76 Meter aufgestellt. Schon im Junioren-Alter war Silke Spiegelburg, die aus einer "Stabhochsprung-Familie" kommt - Bruder Richard ist der Bekannteste von ihnen -, eine der Besten der Welt. Mit 15 Jahren wurde sie Jugend-Europameisterin (2001 in Debrecen), mit 17 holte sie sich diesen Titel bei den Juniorinnen (2003 in Tampere) und am 26. August 2005 brach sie in Münster mit 4,48 Meter den Junioren-Weltrekord von Jelena Issinbajewa. Auch bei den "Großen" wurde sie schon mit Edelmetall dekoriert. Zuletzt Anfang März diesen Jahres bei den Halleneuropameisterschaften in Paris, wo sie wie schon zwei Jahre zuvor in Turin Silber gewann. Und eine Silbermedaille war es auch bei den Freiluft-Europameisterschaften 2010 in Barcelona. Nur bei Weltmeisterschaften und Olympia hat es für die 25-Jährige noch nicht zu einer Medaille gereicht. Und so heißt das Ziel für Silke Spiegelburg London 2012, wo sie endlich auf dem Treppchen stehen will.
IHM Karlsruhe mit Weltmeister David Storl
"Freue mich auf Karlsruhe"
Es hat sich schon etwas im Leben von David Storl verändert, seitdem er Anfang September in Daegu Weltmeister im Kugelstoßen geworden ist. "Das Medieninteresse ist schon sehr groß geworden", gab der 21-Jährige bei der Auftaktpressekonferenz zum 28. Internationalen Hallenleichtathletik Meeting vor den zahlreich erschienenen Journalisten zu Protokoll. Besonders freue ihn aber, dass es nun Kugelstoßen auch bei internationalen Meetings wie dem in Karlsruhe gebe. Extra für die ganz starken Kerle lässt Meetingdirektor Alain Blondel mitten in der Europahalle eine Kugelstoßanlage aufbauen. So ist auch für alle Zuschauer beste Sicht garantiert. Auf das Karlsruher Publikum freut sich Storl bereits. Von den Deutschen Meisterschaften 2010, ebenfalls in der Europahalle, kennt er es schon. "Es waren absolut positive Erfahrungen in der Europahalle", so Storl, "die Begeisterung in der Halle hat mich mitgerissen." Und am Ende sprang ein zweiter Platz heraus. Beim IHM Karlsruhe am 12. Februar will er nun aber den Sieg. Doch Alain Blondel wird dem Weltmeister sicher starke Konkurrenz vorsetzen.
Spannende Wettkämpfe sind auch in den übrigen Disziplinen garantiert. Neben Kugelstoßen werden die Männer auch über die 60 Meter, 400 Meter, 1500 Meter und 3000 Meter antreten. Die Frauen messen sich in folgenden Wettkämpfen: Stabhochsprung, Hochsprung, 60 Meter, 60 Meter Hürden, 1500 Meter und 3000 Meter. "Wir sind stolz darauf, den Leichtathletik-Fans in Baden-Württemberg erneut absoluten Spitzensport bieten zu können", sagte Klaus Hoffmann, Geschäftsführer der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH, die gemeinsam mit der LG Region Karlsruhe das Meeting veranstaltet. "Es wird kein Meeting auf Sparflamme geben. Dank vieler Sponsoren können wir Alain Blondel einen nahezu gleichen Athletenetat zur Verfügung stellen wie 2011. Ohne das große Engagement der Wirtschaft, Dienstleister und Partner sowie den enormen Einsatz des gesamten Teams, wäre dies sicher nicht möglich gewesen."
Vorverkaufsstart für 2012 am 6. Dezember
Der Vorverkauf startet am 6. Dezember 2011 an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
Senden Sie einfach das ausgefüllte Bestellformular per Fax an 0721 3720-5385.
Weitere Informationen unter » Tickets
IHM Karlsruhe lockt Leichtathletik-Stars in die Europahalle
Kugelstoßen als Meeting-Neuheit
Am 12. Februar 2012 wird sich die Weltelite der Leichtathletik in der Karlsruher Europahalle treffen. Eines der weltbesten IAAF-Hallenmeetings – 2004 und 2005 gar das Beste – wird dann seine 28. Auflage erfahren. Rund 120.000 Zuschauer erlebten bislang in der Europahalle Weltrekorde, Triumphe und Sport der Extraklasse. Olympiasieger, Weltmeister und Weltrekordler geben hier ihr Stelldichein – und für nicht wenige beginnt in der Europahalle die heiße Phase der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in London. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, hier einen zukünftigen Olympiasieger zu sehen. "Wir sind stolz darauf, den Leichtathletik-Fans in Baden-Württemberg erneut absoluten Spitzensport bieten zu können", sagte Klaus Hoffmann, Geschäftsführer der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH, die gemeinsam mit der LG Region Karlsruhe das Meeting veranstaltet. "Zwar werden wir ohne Titelsponsor wieder als ‚Internationales Hallenleichtathletik Meeting Karlsruhe' an den Start gehen, doch dank des großen Engagements zahlreicher Sponsoren und einer starken Unterstützung aus der Wirtschaft ist die Fortsetzung dieser Traditionsveranstaltung nun möglich."
Mit einer absoluten Neuheit wird die nun 28. Auflage in die Geschichte des IHM Karlsruhe eingehen. Extra für die ganz starken Jungs wird in der Mitte der Europahalle während dem Meeting zeitweise eine Kugelstoß-Anlage aufgebaut – so kann das Karlsruher Publikum erstmals diese beeindruckende Sportart, in der die Deutschen zur Weltelite gehören, hautnah erleben. Spannende Wettkämpfe sind auch in den übrigen Disziplinen garantiert. Neben Kugelstoßen werden die Männer auch über die 60 Meter Hürden, 400 Meter, 1.500 Meter und 3.000 Meter antreten. Die Frauen messen sich in folgenden Wettkämpfen: Stabhochsprung, Hochsprung, 60 Meter, 60 Meter Hürden, 1.500 Meter und 3.000 Meter.
Dreimal Weltjahresbestleistung in der Europahalle
Silke Spiegelburg mit deutschem Rekord
Mit ihrem Höhenflug über 4,76 Meter setzte Silke Spiegelburg dem 27. BW-Bank-Meeting am 13. Februar in der Europahalle Karlsruhe das Sahnehäubchen auf. Mit dieser Höhe steigerte die Silbermedaillengewinnerin der Europameisterschaft in Barcelona den deutschen Rekord vor über 4.500 begeisterten Zuschauern um einen Zentimeter. "Heute war es einfach nur super" freute sich Spiegelburg, die vor ihrem Rekordsatz bereits bei 4,61 Metern und 4,66 Metern knapp vor dem Ausscheiden war. "Es war ein heftiges Auf und Ab im Wettkampf, aber es hat mir hier sehr viel Spaß gemacht. Die Zuschauer haben mich richtig gepuscht – jetzt bin ich glücklich".
Neben dem deutschen Rekord konnten in der Europahalle drei Weltjahresbestleistungen verbucht werden. Bereits in den Vorläufen konnte Kim Collins aus St. Kitts & Nevis beeindrucken. In 6,50 Sekunden lief der 34-Jährige die 60 Meter so schnell wie noch nie. Im Finale war dann der Jamaikaner Lerone Clark am schnellsten. Über die 60 Meter Hürden lief Kellie Wells so schnell, wie noch keine dieses Jahr vor ihr. "Ich bin in sehr guter Form und hatte schon damit gerechnet, dass ich heute so schnell laufen kann. Natürlich bin ich sehr glücklich über die Zeit!", so die US-Amerikanerin nach ihren 7,82 Sekunden. Die dritte Weltjahresbestleistung des Tages holte sich die Kenianerin Mercy Njoroge. Über die 3.000 Meter pulverisierte sie mit 8:42,75 Minuten die alte Zeit.
Gegen richtig starke Konkurrenz musste sich Verena Sailer behaupten. Zwar reichte es für die Europameisterin von Barcelona nicht zum Sieg – doch schaffte sie in 7,28 Sekunden als Dritte die Hallen-EM-Norm. Vor ihr liefen die Ukrainerin Mariya Ryemyen und die Norwegerin Ezinne Okparaebo, die beide persönliche Bestzeiten verbuchen konnten, ins Ziel. Beim Duell der Giganten über die 60 Meter Hürden bei den Männern konnte sich David Oliver gegen den Olympiasieger von Athen, Liu Xiang mit einer Siegeszeit von 7,40 Sekunden durchsetzen. Zwischen die beiden schob sich im Finale noch der Franzose Dimitri Bascou, der persönliche Bestleistung lief.
Sehr zufrieden mit dem Leichtathletikfest war auch Meetingdirektor Alain Blondel: "So nah, wie das Publikum hier dabei ist, gibt es das nirgends in der Welt. Da springt der Funke direkt über. So sind auch Spitzenleistungen, wie wir sie heute gesehen haben möglich – das macht mich natürlich ein bisschen stolz." Auch Klaus Hoffmann, Geschäftsführer der veranstaltenden Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH, war rundum zufrieden: "Wir haben herausragende sportliche Leistungen gesehen, die Europahalle war ausverkauft und die Zuschauer sorgten für beste Stimmung. Via Eurosport sind die Bilder von diesem Leichtathletikfest live auf Fernsehschirme in Europa zu sehen gewesen. Das BW-Bank-Meeting hat wirklich beste Werbung für die Sportstadt Karlsruhe gemacht."
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- Franziska Hofmann steigert sich enorm
Einen vielversprechenden Weg zur U20-WM in Barcelona (Spanien) schlug am Mittwoch beim Meeting in Zeulenroda Franziska Hofmann ein. Die erst 18 Jahre alte Hürdensprinterin verbesserte sich von 13,70 Sekunden auf 13,38 Sekunden und das trotz 1,6 Metern pro Sekunde Gegenwind im Vorlauf.
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Wissenswertes aus der Welt der Leichtathletik
- Fabian Schulze - OP statt Olympia
Schlechte Nachrichten für alle Stabhochsprung-Fans: Fabian Schulze muss seine Saison beenden. Die Achillessehnenbeschwerden, mit denen der Athlet der LG Stadtwerke München schon seit einem Jahr zu kämpfen hat, haben sich verstärkt. So fiel die Entscheidung auf eine Operation, was den Traum von Olympia zunichte macht - zumindest in diesem Jahr.
- "Road to London!" Fan-Card für Jugendliche
Im Olympia-Jahr hat der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) in Zusammenarbeit mit den Landesverbänden aus Westfalen, Nordrhein, Hessen und Niedersachsen wieder ein ganz besonderes Projekt ins Leben gerufen.
- Meldeschluss für Senioren-EM nicht verpassen
Nur noch wenige Tage: am 31. Mai endet die Meldefrist für die diesjährigen 18. Senioren-Europameisterschaften im Dreiländereck Deutschland, Polen und Tschechische Republik. Nach 2002 (Potsdam) finden wieder einmal auf deutschem Boden diese Meisterschaften im Hauptstadion in Zittau statt.








