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GESCHICHTE

Das Karlsruher Hallenmeeting

BW-Bank-Meeting

Mit der Eröffnung der Europahalle im Herbst 1983 begann ein neues Kapitel Karlsruher Leichtathletikgeschichte. Ein Team um Meeting-Direktor Siegfried König hob 1985 das erste IHM aus der Taufe. Inzwischen zählt das Internationale Hallenleichtathletik Meeting zu den besten IAAF-bzw. EAA-Meetings weltweit, 2005 und 2006 war es gar das Beste.

Über 115.000 Zuschauer erlebten in den letzten Jahren insgesamt 3.485 Athleten aus 84 Nationen in der Europahalle Karlsruhe. Darunter Top-Stars wie Larry Myricks, Marlene Ottey, Haile Gebrselassie, Sergej Bubka, Heike Henkel, Allen Johnson, Linfort Christie, Maria Mutola und Heike Drechsler um nur einige zu nennen. Absolutes Highlight des 24. Meetings am 10. Februar 2008 war der Weltrekord von Susanna Kallur. Die hübsche Schwedin stürmte am schnellsten über 60 Meter Hürden und knackte mit 7,68 Sekunden die fast 18 Jahre alte Weltbestzeit. Beim 27. Meeting am 13. Februar 2011 setzte Silke Spiegelburg zum absoluten Höhenflug an. Über 4,76 Meter ging es – neuer Deutscher Rekord im Stabhochsprung der Frauen. Die Europahalle stand Kopf. Gerade diese Stimmung ist es, die jährlich die weltbesten Leichtathleten in die Fächerstadt lockt. "Die geringe Distanz zwischen Zuschauern und Sportlern kommt bei den Athleten sehr gut an. gerade die kurze Distanz zwischen Zuschauer und Sportler kommt sehr gut an. Karlsruhe ist das New York von Deutschland", verrät kein geringerer als Deutschlands "Mister Stabhochsprung" Tim Lobinger, der 2008 zum achten Mal in der Europahalle triumphieren konnte und natürlich immer wieder gerne kommt. "Die Halle ist perfekt für das Meeting, mir müsste schon ein Bein fehlen, um hier nicht anzutreten." Der äthiopische Wunderläufer Haile Gebrselassie kann das nur bestätigen. 1998 stellte er, vom begeisterten Karlsruher Publikum gepuscht, über 3.000 Meter einen neuen Weltrekord auf. Auch in den Folgejahren kam der Ausnahmeathlet, der immer ein Lächeln auf den Lippen hat, in die Europahalle und versuchte den Rekord zu verbessern. Es waren immer dramatische Rennen bei denen es die Leichtathletik-Fans in der Halle von ihren Sitzen riss. 1,9 Sekunden waren es 1999, die Gebrselassie zur neuen Bestzeit fehlten – die Halle tobte dennoch. In der 3.000-Meter-Statistik bleibt vermerkt, dass vier der sechs schnellsten Indoor-Zeiten über diese Distanz in der Europahalle gelaufen wurden, allesamt vom kleinen Äthiopier.

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